Vogelkundlicher Rundgang
- 1. Mai
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Früh morgens um 8.00 Uhr startete am 26.04.2026 unsere diesjährige vogelkundliche Wanderung an der Blütenhütte. Ausgerüstet mit Ferngläsern und offenen Ohren machten sich die Teilnehmer gemeinsam auf den Weg durch die Rosswäldener Streuobstwiesen und entlang der Waldkante.
Bereits zu Beginn ließ sich ein für unsere Region typischer Vogel beobachten: die Ringeltaube, gut zu erkennen an ihrem weißen Nackenring. Schon kurze Zeit später zeigte sich hoch am Himmel ein Mäusebussard, der seine Kreise zog. Auch der Rotmilan ließ sich blicken und beeindruckte mit seiner eleganten Flugweise.
Ein stetiger Begleiter auf der gesamten Strecke waren zahlreiche Singvögel. Besonders auffällig war der Star – ein wahrer Gesangskünstler, der neben seinem vielfältigen Repertoire auch hervorragend Geräusche nachahmen kann. Ebenfalls zu hören waren die Mönchsgrasmücke sowie der unverwechselbare Ruf des Zilp Zalp.
In den Bäumen und Hecken tummelten sich zahlreiche Meisenarten wie Kohl- und Blaumeise. Auch Buchfink, Amsel und Rotkehlchen zeigten sich immer wieder. Der Haussperling war – wie so oft – in der Nähe menschlicher Siedlungen anzutreffen.
Ein besonderes Highlight war der Gartenrotschwanz, der sich auf der Suche nach geeigneten Brutplätzen beobachten ließ. Ebenso erfreulich war die Sichtung des Halsbandschnäppers, einer für Streuobstwiesen typischen und inzwischen selten gewordenen Art.
Mehrere Spechtarten machten mit ihrem charakteristischen Wellenflug auf sich aufmerksam. Besonders gut zu erkennen war der Grünspecht mit seiner auffälligen schwarzen Gesichtsmaske, während der Buntspecht ebenfalls beobachtet werden konnte.
Auch einige interessante Verhaltensweisen konnten erklärt werden: Der Kleiber beispielsweise ist dafür bekannt, zu große Einfluglöcher von Nistkästen mit Lehm zu verkleinern und sein Nest mit Rindenstücken auszupolstern.
Auf den Wiesen und Feldern ließen sich zudem Goldammern und Stieglitze (Distelfinken) beobachten – letzterer gilt als einer der farbenprächtigsten einheimischen Vögel.
Für spannende Gespräche sorgte auch die Rabenkrähe: Noch immer ist nicht abschließend geklärt, ob es sich bei Raben- und Nebelkrähe um zwei eigenständige Arten oder lediglich um unterschiedliche Farbvarianten handelt.
Ein weiterer beeindruckender Moment war die Beobachtung eines Turmfalken: Das Männchen war gut an seiner grauen Kopfkappe zu erkennen und stand mit seinem typischen „Rütteln“ scheinbar regungslos in der Luft, während er nach Beute Ausschau hielt.
Fazit: Die große Artenvielfalt zeigt, wie wertvoll die Streuobstwiesen als Lebensraum sind und wie wichtig ihr Erhalt für die heimische Vogelwelt bleibt.




