Schnittkurs - von Frau zu Frau
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Am Samstagvormittag, den 7. März 2026, fand unser diesjähriger Frauenschnittkurs bei strahlendem Sonnenschein im Garten von Denise statt.
Wir durften 23 Teilnehmerinnen begrüßen, darunter eine erst drei Wochen alte Rosswäldenerin! Die Teilnehmerin mit der weitesten Anreise war ein Besuch aus Niedersachsen.
Wie die letzten Jahre auch, ließ uns Sigrid Erhardt, LOGL‑Präsidentin und KOV‑Geschäftsführerin, an ihrem Wissen teilhaben.
Gemeinsam mit ihr widmeten wir uns Rosen, Sträuchern und der allgemeinen Gartenpflege. Gleich zu Beginn betrachteten wir eine alte Strauchrose, die sich hervorragend für praktische Erläuterungen eignete.
Sigrid zeigte uns, wie wichtig ein gesunder Boden ist: Wurzelunkräuter wie Giersch entziehen Nährstoffe und sollten entfernt werden, während Kompost und gut verrotteter Pferdemist den Boden verbessern und langfristig wirken. Mineralische Dünger entfalten zwar eine schnelle Wirkung, tragen aber nicht zur Bodenstruktur bei.
Die Düngermenge orientiert sich immer an der Größe der Pflanzenkrone, und Kompost oder Mist bringen wir am besten im Herbst aus, damit Regenwürmer und Bodenleben über den Winter arbeiten können.
Auch die Pflege im Herbst und Winter spielte eine wichtige Rolle. Wir lassen Laub und kleine Zweige bewusst liegen, um den Boden zu schützen und Nützlingen Lebensraum zu bieten – lediglich Nussbaumlaub sollte entfernt werden, da es aufgrund seiner Gerbstoffe schlecht verrottet.
Stauden und Rosen bleiben im Winter stehen, damit sie Nährstoffe zurückziehen können und ihre Triebe als natürlichen Frostschutz dienen.
Da die meisten Teilnehmerinnen sie in ihren Gärten hatten, widmete Sigrid vor allem der Strauchrose ihre Aufmerksamheit:
Die Veredelungsstelle der Rose gehört eine Handbreit unter die Erde; senkt sich der Boden später ab, hilft Anhäufeln.
Beim Schneiden sorgen wir für einen luftigen Wuchs zu fördern. Abgestorbene, kranke oder nach innen wachsende Triebe entfernt man konsequent.
Verblühte Rosen schneidet man im Sommer bis zum nächsten fünfblättrigen Blatt zurück.
Besonders wichtig für alle Pflanzen: das richtige Gießen - tief und durchdringend, damit die Wurzeln nach unten wachsen.
Ein besonderes Highlight war die über 60 Jahre alte Strauchpfingstrose der Oma. Da diese Pflanzen sehr empfindlich auf Schnitt reagieren, beschränken wir uns normalerweise auf minimale Korrekturen, da an dieser Strauchpfingstrose viele Jahre kein Schnitt vorgenommen wurde, legte Sigrid ausnahmsweise etwas mehr Hand an.
Beim Flieder zeigte sie, warum man große Äste immer in Etappen kürzt – um Brüche zu vermeiden, die große Wunden im Stamm verursachen.
Die stark verwilderte Forsythie im Garten wurde gründlich ausgelichtet, ein Projekt, das Denise in den kommenden Wochen fortsetzen wird.
Ebenfalls wichtig: Efeu sollte entfernt werden!
Abschließend fasste Sigrid die wichtigsten Eckdaten für uns zusammen:
Sommerblüher schneiden wir im Frühjahr zurück, Frühjahrsblüher direkt nach der Blüte.
Pflege- und Auslichtungsschnitte sind das ganze Jahr über möglich.
Fäll- und Rodungsarbeiten hingegen sind aus Naturschutzgründen ab März nicht mehr erlaubt.
Wir blicken auf einen lehrreichen und sehr schönen Samstagvormittag zurück und bedanken uns herzlich bei Denise für das zu Verfügungstellen ihres Gartens und bei Sigrid Erhardt für ihr fundiertes Fachwissen und ihren leidenschaftlichen Vortrag.
Wir freuen uns aufs nächste Jahr!






