Monats-Archive: Mai 2015

Blütenfest: Jacke vergessen?

Eine blaue Fleecejacke ist am Blütenfest liegengeblieben. Sie kann bei Hermann Däuble im Gairenweg 2 abgeholt werden (Telefon: 3825).

Veredlung in der Obstanlage

Zehn sehr interessierte Personen trafen sich am letzten Freitagnachmittag zu unserem Veredelungskurs in der Obstanlage.

Wie immer war es beeindruckend, wie der Fachmann Kurt Held alle Gäste mit einbezog, seine große Erfahrung mit ihnen teilte und sehr viele Tipps zur richtigen Veredelung mit auf den Weg gab. Und das nicht nur in der Theorie, sondern auch ganz praktisch, als er Elstar-Reiser auf eine Gewürzluike aufpropfte. Das A & O, so lernten die Wissbegierigen, ist sauberes Arbeiten. Das beginnt beim Anschneiden mit einem scharfen Messer, gilt aber auch für das perfekte Reiser-Schneiden, der Einführung in die Veredelungsstelle und endet beim Verschluss der Veredelungsstelle mit Bast und anschließendem sauberen Verstreichen der Stelle mit Heißwachs. Wer die Reiser wegen der schnelleren Verdunstung zusätzlich noch sauber einstreicht, dem gibt Kurt Held quasi eine „Anwachs-Garantie“!

Nach getaner Arbeit am Baum hat sich das Veredlungsteam noch an der Blütenhütte getroffen und sich noch ausführlich mit weiteren Veredelungsmethoden beschäftigt. Es war ein sehr gelungener Nachmittag mit einem vor Wissen sprühenden Kurt Held, bei dem wir uns ganz herzlich bedanken. Das die Veranstaltung dann am frühen Abend sehr gesellig ausklang, ist bei uns ja eine Selbstverständlichkeit…

Ein tolles 40. Blütenfest

Wer da noch ein Haar in der Suppe findet – dem ist nicht mehr zu helfen! Wir blicken auf ein Blütenfest-Jubiläum am Muttertags-Wochenende zurück, das rundherum gelungen war. Anders als in den letzten Jahren und wie auch noch für den Samstag angekündigt, hatten wir gutes Wetter, am Sonntag sogar mit durchgängig blauem Himmel, Sonne und sommerlichen Temperaturen.

Das alles färbte auch sehr positiv auf unsere vielen Besucher an beiden Tagen ab. Für diese haben wir uns natürlich auch gerne mächtig ins Zeug gelegt und mit vielen Helferinnen und Helfern auch vieles getan. Unsere Speisen- und Getränkeauswahl und unsere kleine Zeltstadt sorgten an beiden Tagen für eine kuschelige Atmosphäre und viel Lob von unseren Gästen. Martin Russ machte am Samstagabend auf dem Hänger gute Musik für alle Altersklassen. Schön, dass es sich langsam herumgesprochen hat und vor allem auch akzeptiert wird, dass wir unser Fest am Samstagabend um 23 Uhr schließen. Großes Lob auch an unsere jüngeren Gäste, die das gefasst zur Kenntnis nahmen und ohne viel Aufhebens gesittet von dannen zogen.

Eines hatten wir aber leider kaum noch: Blüten beim Blütenfest! Das machte aber gar nichts, denn diese wurden, quasi als „roter Faden“, am Sonntagmorgen zusammen mit vielen weiteren treffenden Bezügen zur Streuobstkultur wunderbar von Dagmar Mammel und Diakon Dietmar Illner in den ökumenischen Gottesdienst auf dem Festgelände eingebunden. Vielen Dank auch an den Posaunenchor Roßwälden für die sehr festliche Umrahmung des Gottesdienstes.

Viele der zahlreichen Kirchenbesucher blieben dann auch gleich zum Frühschoppen, während dem Norbert Etzel von Tisch zu Tisch ging und mit seinem Akkordeon für gute Stimmung sorgte. Und noch ein Vorteil hatten diejenigen, die als erstes zum Mittagstisch kamen: Sie hatten noch die komplette Auswahl unseres Essensangebots. Wer erst später am Nachmittag etwas Warmes essen wollte, musste sich der großen Nachfrage wegen zumindest zeitweise etwas einschränken. Doch Dank der tollen Unterstützung unseres Vereinsmitglieds Stefan Rapp konnten wir aber immer wieder mit Nachschubaufwarten.

Der Nachmittag gehörte dann vor allem Familien, Radlern und Wanderern, die unser Fest als Ausflugsziel ansteuerten. Vor allem die kleinen Gäste dankten es. Das Kinderschminken, der Luftballonwettbewerb und die Kutschenfahrten waren beliebt wie eh und je, die Eltern konnten ganz entspannt mit Freunden plaudern. Wir sind sicher, dass es ihnen allen so gut gefallen hat, dass sie nächstes Jahr gerne wieder kommen.

Aber auch das steht fest: Die gute Stimmung wurde auch von unseren vielen freiwilligen, ehrenamtlichen Helfern auf die Gäste übertragen, die gute Atmosphäre im Helferteam war richtig zu spüren. Damit haben wir ein weiteres Mal bewiesen, wie eingespielt und gut wir gemeinsam sind. Das gilt für alle Beteiligten, ganz egal, ob im Servicebereich, in der Bar oder an irgendeiner anderen Stelle. Von den Arbeiten beim Auf- und Abbau, über die Kuchenspenden, von der Nachtwache bis hin zum Abräumdienst, jede Tätigkeit und Hilfe ist gleich wichtig und Erfolgsgarant für unser gelungenes Fest. Dafür allen Beteiligten ein herzliches „Vergelt`s Gott“, Ihr ward alle prima!

Nochmals herzlichen Dank und liebe Grüße

Die Vorstandschaft

Andere Orte – andere Vögel: Platzwechsel hat sich gelohnt

Voll aufgegangen ist die Idee, den vogelkundlichen Rundgang mit unserem Fachmann Johannes Mayer mal von einem anderen Treffpunkt aus zu starten. Denn schnell war bewiesen: Auf den Feldern und Äckern am Wasenweg trifft man viele Vogelarten, die nicht unbedingt auch auf Streuobstwiesen oder im dichten Wald zu Hause sind.

Begrüßt wurden die Frühaufsteher bei idealem Kundschafterwetter von einem rüttelnden Turmfalkenpärchen, das als Gebäudegänger in Scheunen und Höfen seine Heimat findet und auch schon mal verlassene Krähennester besetzt. Unsere beiden hausen wahrscheinlich im Oberstübchen der Hütte des Fischereivereins. Überhaupt nutzen Greifvögel mehrere Horste, meistens im jährlichen Rhythmus und mit dem Ziel, Parasitenbildung zu vermeiden.

Mit der Antwort auf folgende Frage können Sie sich auch beim fachkundigen Publikum Respekt verschaffen: Was unterscheidet ein Elsternnest von Krähennestern? – Logisch: Elstern bauen ein Dach über ihren Kopf.

Artenvielfalt nimmt ab

Wo früher Feldlerchen „en masse“ ihre Konzerte ablieferten, war dieses Mal nur eine einzige dieser Spezies zu hören und zu sehen. Die abnehmende Strukturvielfalt in der Landwirtschaft und der enge Drillabstand bieten weniger Nahrung auf den Feldern als früher. Auch die vielen Gehölze vertreiben bestimmte Arten aus der offenen Landschaft. Wo früher Kiebitze, Grauammern und Wachtelkönige das Sagen hatten, lebt heute oft die Amsel ganz alleine.

Kaum bekannt war den Teilnehmern die Schafstelze, die bei uns nicht sesshaft ist und mit dem für alle Stelzen charakteristischen Wippen leider nur über unsere Gegend hinweg zieht. Deren Artgenossin, die Feldlerche, lässt sich übrigens nach ihren Gesangseinlagen aus bis zu 200 Metern Höhe schlagartig fallen und schwingt erst kurz über dem Boden routiniert wieder ab.

Das typische Geräusch der Spechte hört man nicht nur an Bäumen, sondern immer öfter auch an Gebäuden, deren Dämmung sie „bearbeiten“. Warum das so ist, wird gerade erforscht, wahrscheinlich ist der Klopfton mit dem an Stämmen vergleichbar. Im Übrigen sind Spechte gescheite Blitze: Sie lassen sich ihre zukünftige Behausung von einem Pilz weichmachen. Danach können sie mit dem Schnabel besser und schneller schaffen.

Der Geruchsinn spielt für die meisten Vögel keine Rolle. Lediglich die Albatross-verwandten Hochseevögel nutzen ihre Nase, um tote Fische zu orten und dann über viele Kilometer ganz gezielt dorthin zu fliegen und zu speisen. Dass Vögel in der ihrer Art eigenen Weise singen können, ist zum Großteil genetisch fixiert. Nach dem Schlüpfen bekommen die jungen Nachwuchsstars aber auch Gesangsunterricht von ihren Vätern und auch im Winter scheint es so, als würde das Gefieder die Stimmlagen trainieren.

Viel los an Haus und Hof

Sobald dann Gebäude zwischen Feld und Wald auftauchen, ist auch die Vielfalt in der Luft eine ganz andere. Da geben sich Halsbandschnäpper, Buchfink, Mönchsgrasmücke und die Rauchschwalbe mit ihren langen Schwanzspießen und der roten Kehle buchstäblich die Klinke in die Hand. Und die Amsel singt dazu – mit kreisrundem Buckel und immer von exponierter Stelle aus, um den Gesang möglichst weit ins Land zu tragen. Apropos Schwalben – noch so eine Frage, um Experten zu imponieren: Wie unterscheiden sich Rauch- und Mehlschwaben in ihren Flugeigenschaften? Auch das ist „ganz einfach“: Die Rauchschwalbe ist klar strukturiert und steuert ihr Ziel im Direktflug an. Die Mehlschwalbe dagegen ist ein „verrücktes Huhn“ und fliegt stattdessen immer hin und her.

 

 

Viel gab`s am Sonntagmorgen zu sehen – nur keinen Pirol

Alle Ferngläser halfen nichts bei der Suche nach dem Pirol. Zwar klang er so, als säße er direkt neben den Vogelkundlern, zu sehen war das amselgroße gelb-schwarze Geschöpf aber nicht. Zu gut kann sich dieser Vogel in den Ästen der Laubbäume tarnen.

Am Ende hatte dann sogar unser Experte Johannes Mayer ein ganz persönliches Erfolgserlebnis. Er konnte es selbst kaum glauben, dass plötzlich ein Brachpieper um uns herum seine Kreise zog. Brachpieper gehören zur selben Großfamilie wie die Stelzen und sind in Baden-Württemberg, bis auf ganz wenige Pärchen auf Truppenübungsplätzen, so gut wie ausgestorben. Der Hang zu Sandböden ist es auch, dass sie sich statt hier bei uns vor allem auf Mallorca viel wohler fühlen – wie menschlich!

ohannes Mayer für diesen wunderbaren Morgen. Es gäbe noch viel zu erzählen, vor allem zu seinen Erfahrungen und Einschätzungen, warum sich die Natur, vor allem die Vogelwelt, aus ökologischen Gründen gerade so entwickelt, wie sie es tut (oder tun muss). Aber das wäre ja schon fast eine eigene Veranstaltung wert. Wir freuen uns aber jetzt auf den 11. Oktober, wenn wir gemeinsam mit ihm dann viele Zugvögel beobachten werden.

Zukünftige Events

Es gibt keine bevorstehenden Veranstaltungen.