Monats-Archive: März 2015

Wühlmausaktion

Zehn Personen trafen sich am letzten Samstag an der OGV-Blütenhütte, um das Fangen von Wühlmäusen in Theorie und Praxis kennen zu lernen oder auch zu perfektionieren.

Nach einer kurzen Begrüßung durch den zweiten Vorsitzenden haben Franz Drescher und Albrecht Däuble die Teilnehmer in die Fangtechnik eingewiesen. Fallen wurden gezeigt und anschließend die Handhabung der Feineinstellung von den meisten unter der fachkundigen Anleitung selber erprobt. So mancher stellte schnell fest: Ganz so einfach ist das ja gar nicht!

Dann wurde die Obstanlage nach größeren Hügeln abgesucht und anschließend die Gänge mit Spaten, Messern und Löffeln frei gelegt. Als Nächstes wurde die Bayrische Drahtfalle nach der Feineinstellung eingeführt und etwas abgedeckt. Die Wühlmaus spürt den Luftzug und schaut, was da los ist. Dann sollte im Idealfall die Falle zuschnappen. Ansonsten zieht sich die Wühlmaus schnell zurück, bringt Erde und verschließt die Röhre. Schon nach kurzer Zeit war die Aktion dann tatsächlich auch von Erfolg gekrönt, eine Maus war in der Falle! Das gleiche Schicksal erlitten im Laufe des Nachmittags noch zwei weitere Gesellen.

Übrigens: Der OGV und die Jagdgenossenschaft zahlen für jeden Wühlmausschwanz 50 Cent. Abgegeben werden können sie bei Hermann Däuble im Gairenweg 2.

Fallen gibt es u.a. bei OBI und der BAYWA in Kirchheim.

Nochmals einen großen Dank an unsere zwei Fachmänner.

Hermann Däuble

  1. Vorsitzender

Ebersbacher Streuobst-Förderprogramm und die neue Streuobstkonzeption des Landes

Wie im Stadtblatt von letzter Woche unter der Rubrik „Zukunftswerkstatt Umwelt und Landwirtschaft“ zu lesen war (Seite 15), ist die Entwicklung einer gemeinsamen Strategie zur Umsetzung der aktuellen Fördermöglichkeiten der Streuobstpflege hier in Ebersbach noch nicht abgeschlossen.

Wir freuen uns deshalb sehr über die Initiative und das Angebot der Zukunftswerkstatt, dass sie im Rahmen eines Infoabends die Inhalte des Ebersbacher Streuobst-Förderprogramms in Kombination mit der neuen Streuobst-Förderkonzeption des Landes vorstellt und aufzeigt, unter welchen Voraussetzungen aus den unterschiedlichen Töpfen finanzielle Anerkennungen für die Pflege von Streuobstbäumen erwartet und beantragt werden können. Allen, die Streuobstbäume auf offenem Gelände besitzen, bewirtschaften und dafür bereits Fördermittel erhalten oder sich für solche interessieren, empfehlen wir ausdrücklich den Besuch der Veranstaltung der Zukunftswerkstatt

am kommenden Dienstag, den 24. März, um 20:00 Uhr im Museum Alte Post.

Auf Frauen kann man zählen!

Toller Einstieg in ein neues Angebot unseres Vereins: Insgesamt 50 Frauen, überwiegend aus Roßwälden aber auch aus allen anderen Teilorten Ebersbachs, trafen sich am letzten Samstag bei Getränke Mantz zum ersten Event „Von Frau zu Frau – Schnittunterweisung nur für Frauen“!

Und weil das Motto auch Programm war, erklärten und demonstrierten nicht unsere üblichen Protagonisten Rainer Klingler und Helmut Fuchs das Wichtigste zum richtigen Schnitt in Haus- und Ziergarten und auf der Streuobstwiese, sondern die geballte weibliche Fachkompetenz: Sigrid Erhardt, Landschaftsgärtnerin, Fachwartin für Obst- und Gartenbau, OGV-Vorsitzende und Geschäftsführerin des KOV, gab die Tipps in Theorie und Praxis von Frau zu Frau:

  • Für einen guten Schnitt hilft gutes Werkzeug, z.B. eine Handsäge mit drehbarem Messerblatt für kleine Schnittflächen
  • Für alle jungen Obstbäume (bis auf Spindeln) gilt der „Mercedes-Stern-Schnitt“: Eine Mitte und drei Leitäste, allesamt gleichberechtigt wachsen lassen. Generell muss Licht den Baum durchfluten, dazu vergreiste Triebe abschneiden, aber die Fruchtspieße stehen lassen
  • Wenn möglich immer auf den Astring zurückschneiden, das heilt besser. Bei Wassertrieben darauf achten, dass wegen der vielen „schlafenden Augen“ keine Stummel stehen bleiben.
  • Der Baum ist dann gut geschnitten, wenn danach „der Hut durch den Baum fliegen kann“
  • Beerensträucher mögen keine Konkurrenz. Deshalb Gras und Unkraut entfernen und ausreichend düngen. Kreuz- und Quertriebe müssen entfernt und Platz für die Jungtriebe geschaffen werden. Dazu die „Dreckzweige“ auch gleich wegschneiden
  • Die beste Zeit zum Beerenschnitt ist vom Ernteende bis kurz vor dem Neuaustrieb
  • Bei den Ziersträuchern muss das Altholz ganz unter raus. Jungtriebe werden stehen gelassen und vereinzelt auf das Auge zurück geschnitten
  • Beim Rasenmähen unbedingt auf eine Höhe von mindestens vier Zentimeter achten. Das verhindert Unkraut und Moosbildung. Um die feinen Wurzeln nicht zu beschädigen, soll erst nach dem ersten Mähen vertikutiert werden

Das sind nur einige der vielen Tipps, die von der Expertin verraten wurden. Auf ihre charmant-schwäbische Art war sie um keine Antwort verlegen und vermittelte ihr umfangreiches wissen plausibel und nachvollziehbar. Erika Stohrer dankte Sigi Erhardt für den tollen Vormittag, auf den dann alle trotz der Kälte mit einem Mostbizzler anstießen. Beim abschließenden Vesper konnten noch persönliche Pflanzen-Probleme besprochen werden. Dazu hatte so manche Teilnehmerin sogar Fotos von ihren Sorgenkindern dabei gehabt. Unterm Strich waren alle so begeistert, dass schon nach einer Fortsetzung eines solchen „nur für Frauen-Schnittkurses“ gerufen wird. Klar, das machen wir.

Herzlichen Dank auch an Bärbel Mantz dafür, dass sie ihren Garten zur Verfügung gestellt hat. Vielen Dank an Dagmar Mammel, die fleißig mitschrieb und eine tolle Basis für diese Nachlese erstellte. Denn der übliche „Schreiberling“ des OGV ist ja männlicher Natur, und war somit nicht zugelassen…

Vorschlag für Bildunterschrift: So geht`s! Sigrid Erhardt machte die Teilnehmerinnen fit für die anstehenden Gartenarbeiten

Gutes aus 2014: Gelungene Mostprämierung

Eine Herausforderung an die Mostproduzenten war wieder einmal unser heiterer Wettbewerb um den besten Most. Dank guter Obsternte waren 31 Möste in die Wertung unserer 12. Roßwälder Mostprämierung gekommen.

Da jeder, der einen Most zur Bewertung einreichte und dazu Lust hatte, auch selber mit vergleichen konnte, waren es insgesamt 15 Personen in der Jury, die mit viel Ausdauer und Stehvermögen testeten, was die Konkurrenz so zu bieten hatte. Insgesamt aber war die Probe dann zumindest geschmacklich keine allzu große Last, denn das, was da durch die Kehle rann, war fast ausnahmslos eine Wohltat, wenn auch hier und da ein paar Öxle fehlten. Dafür waren Reinheit und Klarheit fast durch die Bank außergewöhnlich gut. Bewertet wurde im bewährten 40-Punkte-System, das am Ende verdiente Sieger und Platzierte auswies.

Alle Beteiligten erhielten eine Teilnehmerurkunde, die ersten Sechs dazu noch einen kleinen Sachpreis. Im vorderen Feld platzierten sich (bei maximal 600 Punkten) auf

Platz 1:            Alfred Kohnke (mit gütiger Unterstützung seiner Frau, 525 Punkte)

Platz 2:            Karl Unger (519)

Platz 3:            Franz Drescher (518)

Platz 4:            Wilhelm Gunkel (509)

Platz 5:            Hermann Däuble (500)

Platz 6:            Hans-Otto Klenk (496)

Platz 7:            Roman Kaller (493)

Platz 8:            Chris Weber (491)

Wer nicht ganz vorne landete, sollte nicht traurig sein. Erstens stand ja der Spaß und die Geselligkeit im Vordergrund, zum zweiten klappt`s ja dann vielleicht im nächsten Jahr.

Herzlich bedanken wir uns beim OGV-Wirtschaftsteam, den Auswertern und bei Rüdiger Leib, der in launiger Weise durch den Abend führte.

Nistkästen sind gereinigt

Nachdem sich von unseren hoffnungsvollen Nachwuchsstars leider keiner die Zeit zur Mithilfe am 28. Februar nehmen konnte, haben unsere Altvorderen Martin Mayer, Heiner Beyerlein und Hermann Däuble die Sache am 3. März selber in die Hand genommen und mit Traktor, Hubgerüst und Anlegeleiter unsere Nistkästen gereinigt. Dafür allen ein herzliches Dankeschön!

Insgesamt wurden vom Zementofen bis zur Hochdorfer Markungsgrenze 31 Kästen kontrolliert undgereinigt. Insgesamt fanden sich38 Gelege und Nester darin, drei Meisennester davon sogar in einem einzigen Kasten. Nur ein paar wenige waren letztes Jahr dagegen überhaupt nicht bewohnt.

Zum gemütlichen Abschluss gab`s dann bei Martin Mayer noch einen guten Most!

Am letzten Sonntag haben dann Hermann Däuble und Sohn Albrecht die Nistkästen mit den Nummern eins bis fünf im Roßrain kontrolliert. Diese wurden im Frühjahr 2014 aufgehängt, gut angenommen, aber (noch) nicht bebrütet. Insgesamt sind jetzt auf dem Roßrain von den Tennisplätzen bis hinter den Linden beim großen Kirschbaum zwölf Niskästen angebracht. Dir, Werner Hohensteiner, vielen Dank für die Nummerierung (1-12). Gestiftet wurden diese Nisthilfen vom Bund für Vogelschutz und Umwelt sowie der Stadt Ebersbach. Treibende Kräfte dabei waren die Herren Berger und Ebensperger.

Wer auf seinen privaten Wiesen Nistkästen unterhält, sollte diese jetzt dringend reinigen. Die Singvögel nehmen die Quartiere bereits in Augenschein!

 

Zukünftige Events

Es gibt keine bevorstehenden Veranstaltungen.