admin

Corona zwingt zu Absagen

Corona zwingt zu Absagen

Zur Zeit der (damals vorläufigen) Absage unseres Blütenfestes ahnte wohl niemand, wie intensiv und vor allem wie lange die Corona-Pandemie unser öffentliches und gesellschaftliches Leben einschränken wird.

Mittlerweile ist uns allen bewusst, dass viel Geplantes auch noch in den nächsten Wochen und Monaten ausfallen muss, wenn mehrere Menschen enger beieinander sind. Viele Veranstaltungen im Sommer und selbst schon für den Herbst wurden deshalb abgesagt. Die (Rest-)Risiken sind einfach zu hoch. So schwer es uns fällt, aber auch wir sagen einiges ab:

Zum einen unseren diesjährigen Vereinsausflug am 18. Juli und zum anderen das verschobene Blütenfest.

Ersteren können wir sicher zu gegebener Zeit, wahrscheinlich ja schon im nächsten Jahr nachholen. Letzteres wird hoffentlich auch nächstes Jahr am Muttertags-Wochenende wieder wie gewohnt stattfinden können. Fakt ist aber, dass wir jetzt zwei Jahre hintereinander auf unsere Haupteinnahmequelle verzichten müssen. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf unsere finanziellen Perspektiven: Die zukunftsweisenden und richtigen Investitionen zur Aufwertung der Blütenhütte können nicht wie geplant schon jetzt teilweise refinanziert werden. Andere Ausgaben sind regelmäßig und gehen weiter. Dennoch sind wir -personell und vom Engagement her sowieso hervorragend- und vom Finanziellen her weiterhin ganz gut aufgestellt. Den Gürtel müssen aber auch wir jetzt enger schnallen. Denn für Vereine wie die unseren gibt es keinen Rettungsring zur Kompensation erwarteter, aber wegen Corona entgangener Einnahmen.

 

Aber gemeinsam stemmen wir auch diese Zeit!

„Mici“ (Cevapcici nach rumänischer Art)

„Mici“ (Cevapcici nach rumänischer Art)

2,2 kg Rinderhack
1,1 kg gehackter etwas fetter Schweinebauch
0,5 l Knochenbrühe (oder: 1,5 Blatt Gelatine, 1 Suppenwürfel und 0,5 l Wasser)
60 g Knoblauch
50 g Salz
40 g Speisenatron
20 g Paprikapulver ( 10 g Rosenscharf, 10 g Edelsüß)
5 g gemahlener Pfeffer
1 Teelöffel gemahlener Koriander,
1 Teelöffel gerebeltes Bohnenkraut

Ca. 24 Stunden vor dem Grillen sollte der Fleischteig geknetet werden.

Für die Brühe wird 0,5 l kaltes Wasser mit 1,5 Blatt Gelatine und dem Suppenwürfen in der Microwelle zum Aufkochen gebracht. Mit etwas von der Fleischbrühe wird der Knoblauch mit dem Pürierstab fein püriert. Alles zusammen wird gründlich durchgeknetet und in Kühlschrank zum Durchziehen gelegt.
Vor dem Grillen sollten mit Hilfe eines Wurstfüllers die kleinen Würstchen ca. 50-60 g schwer geformt werden. Das ergibt ca. 70 Stück.

Auf den vorgeheizten und eingefetteten Rost legen und bei hoher Glut rasch braten.

Mit Senf und Weißbrot servieren.

Gutes Gelingen und guten Appetit!

„Brot aus dem Tontopf“

„Brot aus dem Tontopf“

Das Rezept ist auch von Kindern prima zu machen!

Was wird benötigt:

– Grill mit Deckel

– 8 Tontöpfe mit 8,5 cm Durchmesser (oberer Rand)

– Brotbackmischung nach Belieben für 500 g Brotteig oder Teig selber machen (500 g Mehl, 1/2 Paket Hefe, frische oder 1 Paket Trockenhefe, 1 EL Salz, 1 El Zucker, 1 EL Olivenöl zusammenrühren und ca. 350 ml Wasser nach und nach dazugeben, darf nicht zu flüssig werden und mind. 1/2 Stunde zugedeckt gehen lassen).

– Fett zum Einfetten der Tontöpfe (oder Backpapier)

In der Zwischenzeit:

– die Tontöpfe in Wasser legen.

Wenn der Teig das erste Mal „gegangen“ ist, die Tontöpfe abtrocken, fetten und unten auf das Loch ein kleines Stückchen Backpapier oder ein paar Kräuter legen.
Den Teig in 8 gleichmäßige Stücke teilen und zu Kugeln formen.

Abgedeckt nochmals gehen lassen, bis der Teig den oberen Rand erreicht hat und dann für 25-30 Minuten auf den Grill mit geschlossenem Deckel.

Das Brot kann man mit Kräuter, Speck usw. vermischen und abwandeln.

Gutes Gelingen und guten Appetit!

Ein weiteres Rezept

Gefüllte Champignons

8 mittelgroße Champignons (für 4 Personen)
50 g Hinterschinken
50 g Schmelzkäse (Sahneschmelzkäse oder mit Kräuter)
eventuell 1 Becher Sahne

Die Stiele der Pilze und den Schinken in kleine Würfel schneiden.
Den Schmelzkäse darunter rühren, mit Pfeffer, Salz, etwas Zitronensaft, und Gartenkräuter nach Belieben würzen. Wenn die Masse zu fest ist, etwas Sahne zugießen.
Die Masse in die Champignons füllen. Eine feuerfeste Form mit Butter einfetten und die Champignons hinein legen (vegetarische Variante = einfach ohne Schinken).
Im Backofen mit Heißluft auf 180°C ca. 30 Minuten garen.

Eignet sich hervorragend als Vorspeise beim Grillen.
Wer Sauce haben will, kann auch etwas von der Käsemasse mit Sahne verdünnen und vor dem Backen zu den Champignons gießen. Dazu passt ein frisches Baguette.

Statt Verzehr beim Blütenfest: Backen und Grillen zu Hause

Statt Verzehr beim Blütenfest: Backen und Grillen zu Hause

Corona kann vieles, nur uns nicht die Feierlaune verderben! Statt Leckereien beim Blütenfest zu kaufen, machen wir sie jetzt halt selber:

Am kommenden Samstag und Sonntag wäre es eigentlich wieder soweit – unser traditionelles, geliebtes und beliebtes OGV-Blütenfest am Muttertags-Wochenende.

Leider hat uns, wie so vielen anderen auch, Corona dabei einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wir können zur Zeit zwar nicht zusammen feiern, holen dies aber ganz bestimmt nach und tun das bis dahin eben im kleinen Kreis. Das geht immer!

Klar war es bequem, Mama oder die Oma mit den Leckereien unserer Blütenfest-Kuchenbäckerinnen in der Halde zu verwöhnen. Das fällt jetzt aus, aber nicht zwingend der Muttertagskuchen an sich. Hier ein Rezept, mit dem sich Frauen, Kinder und gestandene Männer am Sonntag garantiert nicht blamieren, dafür aber umso mehr Punkte sammeln können:

 

„Frühlingshafter Erdbeer-Rhabarber-Käsekuchen“

Zutaten (für eine Springform mit 26 cm Durchmesser):

Für den Teig:

1 Eigelb (Eiweiß für die Füllung verwenden)

100 g Zucker

150 g weiche Butter

175 g Mehl

50 g Speisestärke

½ TL Backpulver

50 g gemahlene Haselnüsse

Für den Belag:

400 g Rhabarber (möglichst rotstieliger Himbeerrhabarber)

200 g Erdbeeren

Außerdem:

Fett für die Form

Für die Füllung:

½ Zitrone

1 Vanilleschote

250 ml Milch

50 g Speisestärke (oder 1 Päckchen Vanillepudding)l

80 g Zucker

250 g Quark

1 Eigelb

2 Eiweiß

 

Zubereitung:

  • Die Zutaten für den Teig in die Küchenmaschine geben und rühren lassen, bis sich viele Streusel gebildet haben. Alternativ ein Rührgerät verwenden. Kühl stellen. Die Springform einfetten.
  • Rhabarber waschen, schälen und in Stücke schneiden. Erdbeeren waschen, putzen und ebenfalls in (größere) Stücke schneiden.
  • Für die Füllung die Zitronenhälfte auspressen. Die Vanilleschote aufschlitzen und das Mark herauskratzen. Von der kalten Milch etwas wegnehmen und die Speisestärke (oder den Vanillepudding) damit glatt anrühren. Die restliche Milch mit Zucker und Vanillemark aufkochen, die Speisestärke (oder den Vanillepudding) unterrühren und nochmals kurz aufkochen. Den Backofen auf 200-220 Grad Celsius vorheizen.
  • Den Quark mit dem Eigelb und 2 EL Zitronensaft verrühren, zur Milch geben und nochmals unter ständigem Rühren kurz aufwallen lassen. Die Masse sollte dicklich einkochen. Die Eiweiße zu Schnee schlagen und vorsichtig unter die nicht mehr zu heiße Quarkmasse heben.
  • Zwei Drittel des streuselartigen Teigs in die Springform füllen, fest andrücken, dabei ringsum einen kleinen Teigrand bilden. Die Quarkmasse einfüllen und die Rhabarber- und Erdbeerstücke darauf verteilen. Den restlichen Teig mit den Händen noch etwas zerkrümeln und als Streusel auf den Kuchen geben. Gut 50 Minuten backen und anschließend in der Springform abkühlen lassen.

Gutes Gelingen und dann einen guten Appetit!

Und nächste Woche haben wir dann weitere Ideen für einfache Grillgerichte, welche das OGV-Blütenfest-Feeling direkt auf die heimische Terrasse bringen.

Nachruf

Nachruf

Unendlich traurig nehmen wir Abschied

von der herausragenden Persönlichkeit unseres Vereins:

 

                                        Hermann Däuble

ist am 6. April 2020 im Alter von 81 Jahren überraschend verstorben.

Obwohl in letzter Zeit gesundheitlich etwas eingeschränkt, traf uns alle sein tragischer und plötzlicher Tod völlig unerwartet.

Was war Hermann Däuble für den Obst- und Gartenbauverein Roßwälden?

Nicht mehr und nicht weniger als der Mann, der unseren Verein wiederbelebte und ihn mit Bedacht, weise, vor allem aber mit unbändigem Einsatzwillen zu dem gestaltete, was wir heute sind: Eine bestens aufgestellte Institution mit einer klaren Ausrichtung hin zur Förderung der Natur und ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Lebens in Roßwälden.

Für dieses Ziel übernahm Hermann Däuble sofort mit seinem Vereinseintritt 1973 maßgebliche Verantwortung. Erst als Stellvertreter und dann ab 1979 zwanzig Jahre lang als Vereinsvorsitzender. Danach war er, wieder als zweiter Vorsitzender, bis zu seinem plötzlichen Ableben über 21 Jahre lang als väterlicher Berater und Freund der beiden nachfolgenden Vorsitzenden richtungsweisend in alle Entscheidungen des Vereins eingebunden.

In diesem bald halben Jahrhundert an vorderster Stelle prägte er das Gemeinwohl unseres Dorfes wie nur wenige und unseren Verein wie kein anderer zuvor – und wohl auch nicht nach ihm.

Hermann Däuble gelang es Anfang der 1970iger Jahre, dem Verein neuen Aufschwung zu bringen, unzufriedene Gruppierungen wieder zu einen und den Mitgliedern neue Ziele zu geben. Die mittlerweile legendären Blütenfeste, attraktive und informative ein- und mehrtägige Lehrfahrten, die Ortseingangshäuschen, das Arboretum und vor allem ein gänzlich neues Bewusstsein vieler Menschen zum partnerschaftlichen Umgang mit der Natur, sind nur wenige Beispiele von Bleibendem, die es ohne ihn wohl nicht geben würde. Zu Pass kam ihm dabei, dass er ein Menschenfänger war. Wie selbstverständlich die ganze Familie für die Sache einspannend, fand er mit seiner direkten, offenen, ehrlichen und knizen Art aber auch viele weitere Mitstreiter, die seine visionären Wege gerne intensiv begleiteten.

Gedankt für seinen außergewöhnlichen Einsatz wurde ihm von Vereins-, Kreisverbands- und Landesverbandsseite mit der Verleihung aller tragbaren Abzeichen, welche die Ehrenordnung vorsieht. Als Respekt und Anerkennung für seine historische, prägende Einflussnahme auf die Entwicklung der Streuobstkultur auf Roßwälder Gemarkung, im Landkreis und darüber hinaus, wurde ihm im Rahmen des 75-jährigen Jubiläums unseres Vereins die Bronzene Medaille des LOGL verliehen. Seine Auszeichnung mit der Silbernen Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg war dann verdienter Lohn für sein vielschichtiges ehrenamtliches Lebenswerk.

Wir alle fühlen mit seinen Angehörigen mit und werden immer gerne und liebevoll an ihn denken. Auch in Zukunft wird er gedanklich bei uns am Vorstandstisch sitzen. „Was würde Hermann wohl dazu sagen?“, werden wir uns oft fragen, wenn wir wichtige Dinge zu beschließen haben. Und wir werden dann unsere Entscheidungen zur Weiterentwicklung des OGV Roßwälden so treffen, dass Hermann damit wohl einverstanden wäre und sie guten Gewissens mittragen würde.

Im Namen aller Mitglieder:

Die Vereinsleitung

Blütenfest wird abgesagt !!!

Corona zwingt zu Absagen

Zur Zeit der (damals vorläufigen) Absage unseres Blütenfestes ahnte wohl niemand, wie intensiv und vor allem wie lange die Corona-Pandemie unser öffentliches und gesellschaftliches Leben einschränken wird.

Mittlerweile ist uns allen bewusst, dass viel Geplantes auch noch in den nächsten Wochen und Monaten ausfallen muss, wenn mehrere Menschen enger beieinander sind. Viele Veranstaltungen im Sommer und selbst schon für den Herbst wurden deshalb abgesagt. Die (Rest-)Risiken sind einfach zu hoch. So schwer es uns fällt, aber auch wir sagen einiges ab:

Zum einen unseren diesjährigen Vereinsausflug am 18. Juli und zum anderen das verschobene Blütenfest.

Ersteren können wir sicher zu gegebener Zeit, wahrscheinlich ja schon im nächsten Jahr nachholen. Letzteres wird hoffentlich auch nächstes Jahr am Muttertags-Wochenende wieder wie gewohnt stattfinden können. Fakt ist aber, dass wir jetzt zwei Jahre hintereinander auf unsere Haupteinnahmequelle verzichten müssen. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf unsere finanziellen Perspektiven: Die zukunftsweisenden und richtigen Investitionen zur Aufwertung der Blütenhütte können nicht wie geplant schon jetzt teilweise refinanziert werden. Andere Ausgaben sind regelmäßig und gehen weiter. Dennoch sind wir -personell und vom Engagement her sowieso hervorragend- und vom Finanziellen her weiterhin ganz gut aufgestellt. Den Gürtel müssen aber auch wir jetzt enger schnallen. Denn für Vereine wie die unseren gibt es keinen Rettungsring zur Kompensation erwarteter, aber wegen Corona entgangener Einnahmen.

!!!!!! Abgesagt !!!!! Samstag 21. März: „Von Frau zu Frau“

Schnittkurs „Von Frau zu Frau“: ABGESAGT

Wie so viele andere Veranstaltungen auch, muss auch unser für den 21.März geplanter Schnittkurs „Von Frau zu Frau“ abgesagt werden. Die aktuelle Entwicklung um den Corona-Virus lässt uns keine andere Wahl.

Wir danken für Ihr Verständnis. Bleiben Sie gesund!

 

Schnittkurs nur für Frauen quer durch den Garten

Und wieder steht unsere ganz besondere Aktion ausschließlich für das weibliche Geschlecht vor der Türe: „Ganz unter sich“ erfahren die Damen von der KOV-Geschäftsführerin, selbständigen Landschaftsgärtnerin, LOGL-Präsidentin und erfahrenen Fachwartin für Obst- und Gartenbau Sigrid Erhardt, was im zeitigen Frühjahr an den Pflanzen im Haus- und Ziergarten abgeschnitten werden und was unbedingt erhalten bleiben muss. Quer durch den Garten zeigt die Fachfrau auf ihre unnachahmliche und sympathische Weise, mit welchen Schnittwerkzeugen und -techniken zu Werke gegangen wird. Und dabei bleiben auch Obstbäume nicht „ungeschoren“.

Erklärt und gezeigt wird das alles am 21. März im Hausgarten der Familie Gunkel, Auchtertweg 9, Roßwälden. Dort treffen sich um 9:30 Uhr alle Interessentinnen zu dieser kostenlosen Vormittagsveranstaltung. Im Anschluss daran bleibt noch genügend Zeit, um sich mit Sigrid Erhardt und den anderen Teilnehmerinnen von Frau zu Frau intensiv über das Gesehene und Gehörte auszutauschen. Dazu gibt`s ein Gläschen Sekt – echt Ladylike. Lassen Sie (ausschließlich Frau!) sich überraschen…!

Gereinigt und gelüftet – Die neue Brutsaison kann kommen

Bei gutem Wetter und anhaltendem Sonnenscheinmachten sich am letzten Samstag fünf Erwachsene zusammen mit sechs Kindern und einer NWZ- Journalistin daran, unsere Nistkästen für den nächsten Frühling fit zu machen. In zwei Teams reinigten sie insgesamt gut 60 „Brutstationen“, die letztes Jahr vornehmlich von Blaumeisen, Haus- und Feldsperlingen, Gartenrotschwänzen und Kleibern bewohnt wurden. Die Aktion lief allen flott von der Hand und machte auch allen sehr viel Spaß. Klar, dass so eine Aktion auch hungrig und durstig macht. Deshalb war das zwischenzeitliche Vesper nicht nur nötig, sondern auch hoch verdient. Neben den dafür eigentlich vorgesehenen Gästen hatten sich im letzten Jahr aber auch wieder ganz spezielle Exoten darin eingenistet. So waren einige Nistkästen mit Wespen belegt und einen Kasten hatte ein Hornissenstaat für sich als Behausung genutzt. Aber sei`s drum: Jetzt sind dank der hoch motivierten Mannschaft alle Nisthöhlen toll gereinigt und bereit für die neue Brutsaison. Dafür allen ein herzliches Dankeschön!!!

Erst „Schulbank“, dann „Praktikum“

Winterschnitt wieder in Theorie und Praxis

Auch dieses Mal stellten wir bei unseren Tipps zum richtigen Winterschnitt den praktischen Ausführungen wieder einen ausführlichen Theorieteil voran. In diesem referierte und diskutierte am 20. Februar unser ausgebildeter Fachwart für Obst- und Gartenbau, Wilhelm Gunkel, mit 22 begeisterten Gästen im alten Roßwälder Rathaus, wie die bestmögliche Wirkung auf das Wachstum und den Fruchtertrag unserer Streuobstbäume erzielt werden kann.

„Den einzig richtigen Baumschnitt gibt es nicht“, war Wilhelm`s einleitende, plakative Aussage in den Theorieabend. Denn es gibt viele Schnittweisen, die zum Erfolg führen. „Nur Mut“, so unser Fachmann, „mit der Zeit entwickelt jede und jeder von Ihnen ein eigenes Gefühl für Baum und Schnitt.“ Hauptsache, es wird regelmäßig, in Maßen und mit sauberem und scharfem Werkzeug geschnitten. Dann produziert der Obstbaum -egal welcher- sehr lange neues Holz und gutes Obst.

Auch wenn bei allen Schnittmustern die Reaktionen und Wachstumsgesetze gleich bleiben, hat sich dazu in unserer Region der aus der Schweiz kommende Öschbergschnitt am meisten etabliert. Doch wenn ein alter Baum nach einem anderen Schnittstil erzogen und erhalten wurde, ist das überhaupt kein Problem: Dann einfach so wie bisher weiter schneiden.

Jede Lebensphase hat eigene Regeln

Und im (hoffentlich) langen Baumleben hat jede Phase davon ihre eigenen Schnittregeln: In den ersten zehn Lebensjahren werden Mitte, Leitäste und begleitende Fruchtäste festgelegt und entsprechend zu diesen Funktionen erzogen. Denn sie bilden das Baumgerüst und müssen erhalten bleiben. Dazu werden sie in den ersten Jahren jährlich sehr kräftig angeschnitten. Später dann richtet sich das Hauptaugenmerk mehr auf die Förderung des Holzwachstums.

Ganz egal, ob Pflanz-, Erziehungs-, Erhaltungs- oder andere Schnittvarianten, immer wird dadurch eine Reaktion des Baumes provoziert. Die Kunst ist es deshalb, gerade mal so viel zu schneiden, dass der Baum vital bleibt, dabei junges Holz produziert und trotzdem einen hohen Ertrag abwirft. Ein zu starker Rückschnitt fördert das Wachstum, hemmt aber gleichzeitig den Obstertrag. Und senkrechte Triebe wachsen zwar in die Höhe, aber nur die waagrechten Zweige treiben.

So kompetent und ausführlich wie zum beschriebenen Thema gab Wilhelm Gunkel auch Auskunft zu den Wachstumsgesetzen an sich, zum Pflanzenschutz und zur sinnvollen Düngung. Egal, was angesprochen wurde, nichts davon blieb unbeantwortet. Danke Wilhelm für diesen tollen, informativen Abend.

Von der Theorie zur Praxis

Danke auch an Helmut Fuchs, der dann am Samstagvormittag die Theorie in die Praxis umsetzte. Rund 45 Interessierte, davon viele Auswärtige und solche, die schon beim Theorieabend dabei waren, ließen sich von ihm jetzt an den Jubiläumsbäumen gegenüber der Blütenhütte konkret zeigen, was Wilhelm Gunkel zwei Tage zuvor in der Theorie empfahl. Und in allem stimmte er ihm zu, bestätigte und ergänzte: Eine, nicht dominante, sondern eher spindelmäßige Mitte, drei, besser vier Leitäste („ein Haus hat ja auch vier Ecken“) und je drei begleitende Fruchtäste, möglichst alle steil nach oben gerichtet, bilden das Gerüst für die Entwicklung eines gesunden und ertragreichen Obstbaumes. Die Botschaft von Helmut Fuchs: „Ein Obstbaum verträgt und verzeiht vieles, also nur Mut beim Schnitt!“ Nicht verzeihen wird so ein Obstbaum aber Schlitzwunden. Deshalb bei langen Ästen erstmal auf einen Stummel schneiden und diesen anschließend dann vorsichtig direkt am Ast entfernen. Und zur Geschichte, dass nach dem Auslichten ein Hut ungestreift durch den Baum fliegen soll, meinte er kurz und lapidar: „Manche schmeißen halt einen Luis Trenker-Hut manche eher einen Fingerhut…“.

Um den Wuchs aber nicht in das Bauminnere zu fördern, sollen die inneren Augen möglichst ausgekratzt werden. Besonders die Südseite eines Baumes sollte so geschnitten werden, dass vorhandenes Laub vor Sonnenbrand schützen kann. Eine Maßnahme, die angesichts des Klimawandels immer wichtiger wird.

Letztendlich gab er den vielen Interessierten noch mit auf den Weg, dass ein Obstbaum von der Form her in etwa so hoch wie breit sein sollte und der Abstand von stamm zu Stamm schon zehn bis zwölf Meter sein sollte. Wie Wilhelm Gunkel empfahl auch er um den Stamm herum eine Baumscheibe mit rd. Einem Meter Durchmesser.

Zusammengefasst konnten wir in zwei tollen Veranstaltungen mit zwei äußerst kompetenten Referenten sehr viel zum richtigen Winterschnitt vermitteln. Es macht uns sehr stolz, dass Leute aus dem ganzen Landkreis unser Angebot auf- und annehmen. Wir sind ein gut aufgestellter und anerkannter OGV mit toller Außenwirkung!

www.ogv-rosswaelden.de – da gibt`s auch die Beitrittserklärung zum Ausdrucken J

Zukünftige Events

Jul
18
Sa
ganztägig Jahresausflug abgesagt
Jahresausflug abgesagt
Jul 18 ganztägig
Corona zwingt zu Absagen Zur Zeit der (damals vorläufigen) Absage unseres Blütenfestes ahnte wohl niemand, wie intensiv und vor allem wie lange die Corona-Pandemie unser öffentliches und gesellschaftliches Leben einschränken wird. Mittlerweile ist uns allen[...]
Okt
10
Sa
10:00 Herbstaktion 2020
Herbstaktion 2020
Okt 10 um 10:00 – 11:00
Leider sind dem Admin die genauen Daten wie z.B. Zeitpunkt und Ort bei der der Erstellung nicht bekannt gewesen. Diese werden aber hier durch mich bzw. meinen Nachfolgern rechtzeitig bekannt gegeben.